Inforeihe 2019

Inforeihe 2019

11.04.2019 Musik für unpolitische Nazis?

19:00 Uhr Rosa Luxemburg Stiftung Brandenburg – Dortustraße 53

Referent_in: Allgäu Rechtsaußen

Seit einiger Zeit biedern sich die »Prolligans« und ihr Label
»Subcultural Records« an eine vermeintlich unpolitische Skin- und
Punk-Szene an. Dabei ist das Label nicht mehr als ein Tarnverein für den
Nazi-Mailorder »Oldschool Records« und die Band ist eng verzahnt mit der
Neonaziszene im Allgäu, die Kontakte zum verbotenen aber dennoch aktiven
Nazi-Netzwerk Blood&Honour unterhält, das auch den NSU hervorbrachte.

Es ist ein Beispiel von vielen. Seit jeher versuchen Nazis,
(Oi-)Skinkultur politisch zu besetzen. Zum Teil sogar recht
erfolgreich. »If the kids are united…« war aber nie ein Angebot an die
Faschos. Damit das so bleibt, soll der Vortrag über die Ausflüge der
Rechtsrocker und ihr Netzwerk aufklären.

13.03.2019 “Wohnraum vergesellschaften – Strategien gegen die Mietenkrise”

19:30 Uhr Buchladen Sputnik – Charlottenstraße 26

Referent_in: Interventionistische Linke Berlin

Wohnen ist die neue soziale Frage: Fast überall explodieren die Mieten,
sind Wohnungsnot und Verdrängung an der Tagesordnung. Wurde anfangs noch
gegen Hipster und Studierende geschimpft, so haben viele inzwischen
begriffen, dass das Problem tiefer liegt: Wohnraum als Ware, die
Immobilie als Spekulationsobjekt sind der Grund für unsere Angst. Denn
die Eigentumswohnung ist nur für wenige der Besitzer ein Gebrauchswert,
den sie selber nutzen. Wer könnte auch 100.000 Wohnungen – so viele
besitzt Berlins größter Vermieter, die Deutsche Wohnen SE – selbst
bewohnen? Für sie und andere sind Wohnungen nur ein Geschäft.

Immer mehr Menschen wehren sich jedoch gegen die Krise und organisieren
sich in Mieter*innen-Initiativen. Und in Berlin plant die Initiative
“Deutsche Wohnen und Co. enteignen” einen Volksentscheid, um die
Wohnungen privater Großvermieter in Gemeineigentum zu überführen. Geht
das überhaupt? Ist die Vergesellschaftung von Wohnraum eine Lösung für
die Wohnungskrise? Und was muss noch passieren, damit wir zu einer Stadt
für alle kommen?

www.dwenteignen.de/

21.02.2019 “Was ist denn das für eine schwule Scheiße?” Homo- und Transphobie im Fußball und der Fankultur

19:00 Uhr Fanprojekt Babelsberg – Rudolf-Breitscheid-Straße 19

Referent_in: TBAF / FFGH

Nach der rechtlichen Angleichung der sogenannten “Homoehe” vermuten viele Menschen, für die queere Bevölkerung wären alle Probleme gelöst. Dennoch hört man immer wieder, dass Sportler*innen sich nicht trauen würden, ihre Identität/Sexualität offen zu leben. Warum ist das so? Welche gesellschaftlichen Mechanismen greifen auch im Fußballstadion? In diesem Vortrag sollen einige Grundlagen von Homo- und Transphobie besprochen, die Kommunikation von Fußballfans analysiert und die Frage: “Was können wir tun?”, besprochen werden.

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